Ich bin Maja vom Redaktionsteam von reichtummonitor.de. Heute tauchen wir in eine der beeindruckendsten Vermögensgeschichten der letzten Jahrzehnte ein.
Stellen Sie sich vor, Sie wären der reichste Mann Russlands – und verlieren fast alles über Nacht. Genau das passierte einem bekannten Oligarchen.
Seine finanzielle Situation im Jahr 2026 ist ein echtes Rätsel. Einige Quellen sprechen von Millionen, andere bezweifeln, dass überhaupt nennenswertes Kapital übrig blieb.
Die Entwicklung seines Reichtums zeigt die Machtverhältnisse in Russland wie kaum ein zweites Beispiel. Vom milliardenschweren Unternehmer zum politischen Aktivisten im Exil.
In diesem Artikel klären wir, was aus dem einstigen Großvermögen wurde. Wir werfen einen Blick auf die Gründe für den dramatischen Wandel.
Zudem beleuchten wir, welche Rolle die Politik bei dieser unglaublichen Veränderung gespielt hat.
Historischer Überblick und meteoritenhafter Aufstieg
Die Karriere des russischen Unternehmers begann in den turbulenten Nachwendejahren. Michail Chodorkowski nutzte die wirtschaftliche Anarchie nach dem Sowjet-Kollaps geschickt für seinen Aufstieg. Als junger Mann mit Visionen erkannte er früh die Chancen der beginnenden Privatisierung.
Frühe Unternehmerjahre und der Start bei Menatep
Mit nur 26 Jahren gründete Chodorkowski 1989 die Menatep-Bank. Das Startkapital sammelte er durch Computerhandel. Die Bank wurde eine der ersten privaten Finanzinstitute im postsowjetischen Russland.
In dieser Zeit herrschte wirtschaftliches Chaos. Chodorkowski beschrieb die Situation später als „Gesetz des Dschungels“. Seine Bank profitierte von den unklaren rechtlichen Rahmenbedingungen.
Der schnelle Aufstieg zum Ölmagnaten
1995/96 erwarb Menatep bei umstrittenen Auktionen 45% von Jukos. Der Preis von 309 Millionen Dollar lag weit unter dem Marktwert. Als Hausbank und Auktionsdurchführer hatte Menatep Insiderwissen.
Durch aggressive Expansion machte Michail Chodorkowski Jukos zum viertgrößten Ölproduzenten weltweit. Sein Vermögen stieg rasant auf über 8 Milliarden Dollar. Forbes listete ihn 2003 auf Platz 26 der reichsten Menschen.
Der dramatische Fall und die Inhaftierung
Die dramatische Wende kam unerwartet, als sich zwei mächtige Männer vor laufenden Kameras gegenüberstanden. Am 19. Februar 2003 kritisierte Michail Chodorkowski Wladimir Putin öffentlich wegen Korruption. Dieser Moment veränderte alles.
Verhaftung, Straflager und jahrelange Haft
Nur acht Monate später, am 25. Oktober 2003, wurde der Unternehmer in Nowosibirsk verhaftet. Die Anklage lautete auf Unterschlagung und Steuerhinterziehung.
Im Mai 2005 verurteilte ihn das Gericht zu neun Jahren Haft. Die Strafe reduzierte sich später auf acht Jahre. Er kam ins sibirische Straflager JaG 14/10.
| Jahr | Ereignis | Konsequenz |
|---|---|---|
| 2003 | Verhaftung von Michail Chodorkowski | Beginn der Haft |
| 2005 | Erstes Urteil | 8 Jahre Straflager |
| 2010 | Zweites Urteil | 6 Jahre zusätzliche Haft |
| 2013 | Begnadigung | Freilassung |
„Die Verfahren gegen mich waren von Anfang an politisch motiviert.“
https://www.youtube.com/watch?v=7sToHuWhOtQ
2009 folgte ein zweiter Prozess. Er wurde zu weiteren sechs Jahren verurteilt. Die Anklage bezog sich auf Ölunterschlagung.
Internationale Organisationen kritisierten die Verfahren scharf. Amnesty International stufte ihn als politischen Gefangenen ein. Trotzdem blieb er im Straflager.
Erst im Dezember 2013 kam die überraschende Begnadigung. Nach genau zehn Jahren Haft war Michail Chodorkowski frei.
Chodorkowski Vermögen im Jahr 2026
Die finanzielle Situation des ehemaligen Oligarchen im Jahr 2026 wirft viele Fragen auf. Experten diskutieren kontrovers über den tatsächlichen Umfang seiner Mittel.
Aktuelle Vermögensschätzungen und Diskussionen
Verschiedene Quellen nennen Zahlen zwischen 90 und 200 Millionen Euro. Andere Spekulationen gehen von völliger Mittellosigkeit aus. Die Unsicherheit ist groß.
Zum Vergleich: 2004 galt Michail Chodorkowski als reichster Mann Russlands mit 15 Milliarden Dollar. Das zeigt den dramatischen Wandel.
Der Unternehmer selbst machte 2011 eine ironische Bemerkung zu seinem Vermögen. Er sagte, er wisse es nicht genau.
Einfluss politischer Entwicklungen auf das Vermögen
Politische Faktoren haben das finanzielle Schicksal der Oligarchen stark beeinflusst. Die Beschlagnahmung von Jukos durch Rosneft war entscheidend.
Möglicherweise existieren noch versteckte Millionen in ausländischen Konten. Doch der Zugriff darauf ist schwierig geworden.
Die genaue Höhe des heutigen Vermögens bleibt damit unklar. Die politischen Umstände machen transparente Angaben unmöglich.
Ökonomische und politische Hintergründe
Mit Jukos als viertgrößtem Ölproduzenten weltweit verfügte der Unternehmer über enormen politischen Einfluss. Der Ölkonzern wurde zu einem machtvollen Instrument wirtschaftlicher und politischer Gestaltung.

Wirtschaftliche Macht und Rolle des Ölkonzerns
Unter seiner Führung durchlief Jukos eine radikale Modernisierung. Der Mann führte westliche Buchführungsstandards ein und schaffte mehr Transparenz. Die Produktionskosten sanken um zwei Drittel.
Forbes zählte ihn 2003 zu den einflussreichsten Milliardären. Das Magazin betonte seine Fähigkeit, angeblich den Ölpreis gegen den Willen der OPEC zu beeinflussen. Diese internationale Wirtschaftsmacht war beispiellos.
| Bereich | Vor der Übernahme | Nach der Transformation |
|---|---|---|
| Buchführung | Traditionelle Methoden | Westliche Standards |
| Produktionskosten | Hoch | Um 2/3 reduziert |
| Internationale Präsenz | Regional | Globaler Player |
Der Versuch, US-Unternehmen wie ExxonMobil zu beteiligen, zeigte pro-westliche Ambitionen. Gleichzeitig finanzierte er verschiedene politische Parteien. Diese Strategie umfasste liberale, kommunistische und regierungsnahe Gruppierungen.
Seine öffentliche Aussage, Parlamente und Wahlergebnisse kaufen zu können, verdeutlichte das Machtgefälle. Die Kontrolle über den strategisch wichtigen Ölkonzerns führte unweigerlich zum Konflikt mit der Staatsführung.
Rechtliche Auseinandersetzungen und internationale Reaktionen
Die Haft des Mannes führte zu diplomatischen Verwicklungen zwischen Russland und dem Westen. Über Jahre hinweg beschäftigten sich internationale Gerichte mit diesem komplexen Fall.
Gerichtliche Prozesse und Urteile im Rückblick
Die juristischen Verfahren gegen den ehemaligen Oligarchen zogen sich über ein ganzes Jahrzehnt hin. Wladimir Putin äußerte sich im Dezember 2010 mit den Worten: „Jeder Dieb muss ins Gefängnis.“
Diese Aussage wurde als direkte Einmischung kritisiert. Selbst der damalige Präsident Medwedew übte indirekt Kritik an diesen Äußerungen.
| Jahr | Gericht | Entscheidung |
|---|---|---|
| 2011 | EGMR | Keine politische Motivation |
| 2020 | EGMR | Recht auf fairen Prozess verletzt |
| 2015 | Russische Justiz | Neue Mordvorwürfe |
Internationale Kritik und Menschenrechtsfragen
Amnesty International stufte den Fall als politisch motiviert ein. Die Organisation erklärte den Betroffenen zum Gewissenshäftling.
Deutsche Politiker wie Angela Merkel setzten sich für eine Freilassung ein. Die Haftbedingungen im Straflager wurden international scharf kritisiert.
Bis heute bleibt die Situation des Mannes im Londoner Exil politisch brisant. Die neuen Vorwürfe aus dem Jahr 2015 werden von vielen als weiterer Versuch gewertet, ihn zu diskreditieren.
Fazit
Im Londoner Exil setzt der einstige Milliardär seinen Kampf für demokratische Reformen fort. Die Vermögensentwicklung von Michail Chodorkowski zeigt einen dramatischen Wandel. Vom reichsten Mann Russlands mit 15 Milliarden Dollar zu geschätzten 90-200 Millionen Euro im Jahr 2026.
Sein Fall bleibt ein Paradebeispiel für den Machtkampf zwischen Oligarchen und dem Staat. Trotz des finanziellen Absturzes behält der Unternehmer politischen Einfluss. Über seine Open Russia Foundation engagiert er sich weiterhin für freie Wahlen.
Die genaue Höhe seines Vermögens bleibt ungewiss. Nach vielen Jahren im Exil kämpft er weiter für demokratische Werte. Sein Schicksal im kommenden Jahr 2026 bleibt eng mit der politischen Entwicklung Russlands verbunden.
FAQ
Wie hoch wird das Vermögen von Michail Chodorkowski im Jahr 2026 geschätzt?
Warum wurde der Oligarch verhaftet und für Jahre ins Straflager geschickt?
Welche Rolle spielte die Bank Menatep in seinem Aufstieg?
Hat die internationale Gemeinschaft auf den Fall reagiert?
Beeinflussen die aktuellen politischen Spannungen sein heutiges Vermögen?
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